Richtig atmen für mehr Wohlbefinden
Richtig atmen verbessert die Lebensqualität

Richtig atmen für mehr Wohlbefinden

Atmen geht ganz automatisch, die meisten denken nicht einmal darüber nach. Rund um die Uhr holen wir Luft, etwa 900 mal jede Stunde und 22 000 mal jeden Tag. Es ist eigentlich die normalste Sache der Welt, doch genau die machen viele von uns leider falsch. Das ist schade, denn richtig atmen kann den Alltag erleichtern und zu mehr Wohlbefinden beitragen.  

Mehr Lebensqualität durch richtiges atmen

Das größte Problem bei den vielen Menschen: Sie atmen zu flach und zu schnell, atmen hastig ein und nehmen sich zu wenig zum Ausatmen. Schuld ist meist Stress und Hektik, aber auch Angst. Und das hat Folgen: Muskelverspannungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Nervosität. Wer richtig atmet, kann diesen Problemen nicht nur entgegenwirken, sondern auch seinen Alltag erheblich erleichtern:

  • Das Plus an Sauerstoff durch richtiges Atmen wirkt sich positiv auf die auf die Abwehrkräfte des Körpers aus.
  • Ein regelmäßiger Atemfluss sorgt dafür, dass die Abwehrmannschaft des Körpers schneller durch den Körper wandern kann. 
  • Droht Gefahr durch Viren oder Bakterien, sind sie schnell am Ort des Geschehens und können sie vernichten. 
Der ganze Körper profitiert vom richtigen atmen
Richtig atmen hat positive Effekte auf den ganzen Körper (Foto: adpic)

Weitere tolle Effekte durch richtiges Atmen

Auch unser Gehirn profitiert vom richtigen Atmen. So genannte Gliazellen sorgen dafür, dass die rund 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn mit Sauerstoff versorgt werden und Informationen optimal weiterleiten können. Astroglanglia überwachen die Kommunikation und fungieren als Müllabfuhr für Nervenbotenstoffe, die man nicht mehr braucht. Schon eine Minute ruhigen und tiefes Ein- und Ausatmen erhöht die Leistungsfähigkeit dieser Zellen um das Dreifache. Mit komplizierten Messungen konnten US-Forscher nachweisen, dass bewusstes und tiefes Durchatmen direkt auf den Hypothalamus wirkt. Der bohnengroße Teil des Gehirns registriert jede Schwankung im Körper und schlägt sofort Alarm, wenn etwas nicht stimmt. Dann schickt er seine Boten – die Hormone – los um das störanfällige System wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dieser ausgeklügelte Mechanismus funktioniert aber nur bei optimaler Sauerstoffversorgung.

Bewusstes atmen kann Stress reduzieren

Die Atmung hat natürlich auch Einfluss auf unser Nervensystem. Wenn einem beispielsweise alles zu viel wird, schaltet der Körper um auf sein Notfallprogramm. Der Atem geht schneller, wird flacher, manchmal stockt er sogar. Schon ein paar Minuten richtig atmen reichen aus, um den Körper wieder auf Ruhe zu schalten. Der Anteil der Stresshormone Cortisol und Adrenalin sinkt binnen Sekunden nachweislich. 

Richtig atmen hält einen jung

Außerdem hat die richtige Atemtechnik einen nachweislichen Anti-Aging-Effekt. Der Grund dafür: Das Sauerstoff wandert  nach der Einatmung direkt in die Mitochondrien. Das sind kleine Kraftwerke, die in den Muskelzellen sitzen. Dort wird aus fast 95 Prozent des Sauerstoffs Energie gewonnen. Dieser wird hauptsächlich für den Aufbau neuer Zellen gewonnen, die für ein jugendlich frisches Aussehen sorgen. Richtiges Atmen ist also ein guter Verbündeter im Kampf gegen die Spuren der Zeit. 

Richtig atmen versorgt den Körper optimal mit Sauerstoff
Schon wenige Minute richtig atmen bringt frische Lebensenergie

4 ganz einfache Atemübungen

  • Lippenbremse: Einfach durch die Nase einatmen und dann gegen den Widerstand der locker aufeinandergelegten Lippen ausatmen. Dabei entsteht dann hörbar ein pfff. Asthmatiker sollten die Lippenbremse mehrmals täglich durchführen. Sogar bei Anfällen kann sie helfen, diese abzumildern.
  • Torwartstellung: Knie leicht beugen, den Oberkörper nach vorne lehnen und sich mit den Händen auf dem Oberschenkel abstützen. Dann die Lippenbremse durchführen. Bei Stress mehrmals täglich 30 bis 60 Sekunden.
  • Bauchatmung: „Beim richtigen Atmen spielt der Bauch spielt eine wichtige Rolle. Wenn er sich mitbewegt, ist das ein gutes Zeichen. Denn dann senkt sich das Zwerchfell. Er zieht die Lunge mit und die hat dann Platz sich auszudehnen. Also immer wieder ganz bewusst darauf achten, dass der Bauch sich wölbt und zusammenzieht. Geht am besten im Liegen mit angewinkelten Beinen.
  • Kutschersitz: Setzen Sie sich auf den vorderen Teil des Stuhls, den Oberkörper nach vorne geneigt (wie bei einem Katzenbuckel), die Unterarme auf den Oberschenkeln. Dann bewusst ein- und ausatmen. Beim Ausatmen so tun, als wolle man die Luft weit wegatmen.

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