Dinkel und sein Gesundgeheimnis
Dinkel ist besonders gesund (Foto: adpic)

Dinkel und sein Gesundgeheimnis

Schon seit 6000 Jahren bauen Menschen Dinkel an. Lange Zeit vom Weizen verdrängt und beinahe in Vergessenheit geraten, erlebt das Urgetreide derzeit ein großes Comeback. Gut so, denn es ist viel gesünder als Weizen und dabei ebenso vielseitig verwendbar.

Das ganze Korn ist am gesündesten

Obwohl eng mit dem Weizen verwandt, ist Dinkel weitaus gesünder, gehaltvoller und weniger mit Schadstoffen belastet. Das gilt allerdings insbesondere für das ganze Korn des Dinkels. Vor allem der Mineralstoffgehalt ist deutlich höher. Darüber hinaus steckt das Dinkelkorn voller Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink.

Voller wichtiger Vitalstoffe

  • Kalium dient der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts.
  • Magnesium ist unentbehrlich für die Muskelaktivität und die Übertragung der Nervensignale an die Muskeln.
  • Phosphor ist ein wichtiger Baustein für gesunde Zähne und starke Knochen.
  • Zink sorgt nicht nur für ein starkes Immunsystem, das Spurenelement ist auch an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
  • Eisen spielt im Energiestoffwechsel und beim Sauerstofftransport im Blut eine wichtige Rolle.

Dinkel enthält viele Ballaststoffe

Vollkorn-Dinkel ist zudem bestens geeignet, die so wichtige Ballaststoffzufuhr zu erhöhen. Das ist eine gute Nachricht für alle, die auf ihr Gewicht achten wollen oder gar ein paar Pfunde verlieren möchten. Ballaststoffe binden sehr viel Flüssigkeit, sättigen daher sehr gut und machen ein größeres Stuhlvolumen. Hinzu kommt das Dinkel wasserlöslich ist. Das macht die Verdauungsarbeit für unseren Organismus nicht nur weniger anstrengend, auch die wertvollen Inhaltsstoffe können so besser aufgenommen werden. Wer unter Magen-Darmproblemen leidet, sollte Ballaststoffe regelmäßig auf den Speiseplan setzen.

Mit Dinkel lassen sich viele Leckereien zaubern
Dinkel ist vielseitig verwendbar und passt zu zahlreichen Gerichten (Foto: pixabay)

Dinkel ist so vielseitig verwendbar

Grundsätzlich kann man alles, was man mit Weizen herstellt auch mit Dinkel herstellen. Also Brot, Brötchen, Pizzateig und Pasta. Darüber hinaus ist es möglich die ganzen Körner zu Kochen, um sie als Risotto oder in Eintöpfen zu verwenden. Sehr beliebt wegen des leicht nussigen Geschmacks sind auch Dinkel-Bratlinge bei Vegetariern. Nicht geeignet ist Dinkel für Menschen, die unter Zöliakie oder einer Weizen- bzw. Glutensensibilität leiden. Auch Weizenallergiker sollten auf Dinkel lieber verzichten. Die Allergene sind den Urformen des Weizens sehr ähnlich sind und daher häufig nicht verträglich.

Was sonst noch so alles in Dinkel steckt

  • Dinkelmehl enthält große Mengen an Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und B3 (Niacin). Sie wandeln die Nahrung im Körper in Energie um und aktivieren die Nerven. Sie helfen beim Aufbau der roten Blutkörperchen und sorgen so für einen geregelten Sauerstofftransport. Außerdem tragen sie zur Gesundheit der Schleimhäute bei.
  • Das Urgetreide weist einen hohen Gehalt an Eisen, Kupfer und Mangan auf. Eisen ist wichtig für die Blutbildung, den Sauerstofftransport, den Aufbau vieler Enzyme und das Zellwachstum. Kupfer ist unentbehrlich für die Energiegewinnung der Zellen mit Sauerstoff und Mangan sorgt für gesunde und kräftige Knochen.
  • Dinkel kann mit einem Eiweißgehalt von zehn Prozent aufwarten. Der Körper nutzt die Proteine um daraus eigenes Eiweiß für Muskeln, Haare, Haut, Blut, Immunsystem, Hormone und andere wichtige Substanzen aufzubauen. Außerdem sind die Proteine echte Fettkiller und Muskelmacher. Aber natürlich nur dann, wenn man auch regelmäßig Sport treibt.
Dinkel weist kaum Schadstoffe auf
Durch den Spelz ist Dinkel äußerst schadstoffwarm (Foto: pixabay)

Dinkel weist deutlich weniger Schadstoffe auf

Als Spelz bezeichnen Experten die Hülle, die das Dinkelkorn beim heranwachsen umgibt. Dieses Spelz ist etwas ganz Besonderes: Es schützt das Korn vor Pilzen und anderen Schädlingen. Bauern können, anders als beim Weizen, auf Pestizide völlig verzichten und auch die radioaktive Belastung ist beim radioaktive Belastung ist beim Dinkel deutlich niedriger als bei anderen Getreidearten.

Eine kleine Warenkunde zum Dinkel

Grundsätzlich ist es bei nahezu allen Rezepten möglich, Weizenmehl durch Dinkel zu ersetzen. Und wie auch bei Weizenmehl gibt es bei Dinkel verschiedene Typen. In den meisten Super- oder Biomärkten sind die Typen 630, 812 und 1050 erhältlich. Das Dinkelmehl mit der Bezeichnung Type 1050 weist den höchsten Gehalt an Mineralstoffen auf. Es ist ebenso wie Type 812 für kräftige dunkle Brote, Knödel und Pizzateig zu empfehlen. Dinkelmehl 630 hingegen lässt sich wie Weizenmehl 405 verwenden. Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Dinkel: geschrotet in einem Müsli, gekocht als Dinkelbrei sowie als Nudeln jeder Art. Aus Dinkelschrott lassen sich leckere vegetarische Bratlinge zaubern und Dinkelgras gilt als gesunder Geheimtipp für einen Smoothie.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen